Wenn nicht nur die Liebe auszieht…
Verkaufen, vermieten oder selbst wohnen bleiben? Vielleicht sogar aufteilen? Die gemeinsame Immobilie wird im Trennungs- oder Scheidungsfall oft zum Streitthema. Das dreht sich aber nicht nur um Nutzungsrechte und Bewertungsfragen, sondern auch um Fairness. Gute Beratung ist wichtig.
Fairplay-Trennung – wie kann das gelingen?
Die wenigsten Trennungen verlaufen einvernehmlich. Meist ist ein Beteiligter der Auslöser, der andere fühlt sich als Opfer. Wie es gelingen kann, dennoch fair und sachlich auseinanderzugehen.
Romantik-Killer Ehevertrag?
Stellen Sie sich vor: Der Himmel hängt voller Geigen, die Gedanken kreisen ums Brautkleid, um die Organisation des schönsten Tages in Ihrem Leben, um die Hochzeitsreise. Und dann kommt Ihr Partner oder Ihre Partnerin fröhlich mit dem Vorschlag, einen Ehevertrag abzuschließen. Puh! Wer da nicht von der rosaroten Wolke ins triste Grau der Realität fällt, ist entweder hart im Nehmen – oder ein verantwortungsbewusster Realist.
Auseinandergehen…
Die Art und Weise, wie zwei Menschen auseinandergehen, wenn die Beziehung zerbricht, kann sehr unterschiedlich sein. Für die einen ist es besser, sich nie wieder zu sehen. Andere gehen im Streit auseinander und tragen ihren Ärger manchmal noch Monate und Jahre mit sich herum. Wieder andere tragen ihre Enttäuschung und Trauer tief im Herzen, machen aber gute Miene zum bösen Spiel. Sind sie Eltern - bleiben sie Eltern. Sie werden nur in der Paarebene getrennt, somit wird es immer Situationen geben, wo sie mit ihrem/r ExpartnerIn kommunizieren müssen und ihm/r auch wieder begegnen werden. Zum Wohl der Kinder hoffentlich respektvoll und freundschaftlich.
Offen für Neues
Eine Trennung oder Scheidung fordert viel Aufgeschlossenheit und Loyalität von den Betroffenen.
Scheidung ohne Anwalt – schont Nerven und Geldbeutel
Die Schweiz liegt mit einer Scheidungsquote von 52% an der Spitze Europas. Das gilt für Stadt und Land, für überwiegend katholische wie reformierte Regionen und auch für ausländische Paare. Gründe gibt es viele, obwohl: Der Hauptgrund ist, dass es keine Gründe mehr braucht. Seit der Liberalisierung des Scheidungsrechts im Jahr 2000 ist die ehemalige Institution Ehe heute für viele nicht mehr als ein kündbarer Vertrag. Das kann man nun verwerflich finden, als Ausdruck der verfallenden Werte einstufen – vermutlich ist es eher ein Ergebnis des Zeitgeistes. Heiraten ist genauso „hip“ wie die konsequente Trennung, sich bietende Möglichkeiten werden heute einfach auch genutzt. Sicherlich liegen darin für viele Menschen, die sich früher in ihrer unglücklichen Beziehung dauerhaft einengen liessen, neue Chancen und Perspektiven.

